
Dabei leitete uns Reinhard Schwab durch die Tage. Das Programm wurde sehr interaktiv gestaltet, jeder wurde mit einbezogen und es fand ein reger Austausch statt.
Wir beschäftigten uns unter anderem mit verschiedenen Führungspersonen der Bibel, um deren Stärken und Schwächen heraus zu arbeiten und uns praktische Tipps zu holen. Wie zum Beispiel König Saul, der in vielen Situationen impulsiv entschied, selbst aber ungern seinen Kopf hinhielt. Oder David, der Gott als seinen Leiter ansah und seine Treue und seinen Respekt ihm gegenüber schon als junger Mann im Kampf gegen Goliath bewies. Und da war noch Nehemia, der eigentlich ein schönes Leben am Königshof führte, aber trotzdem eine klare Vision hatte. Er entschied sich, ein bestimmtes Ziel mit seinem Volk, dessen Heimat er selbst noch gar nicht kannte, zu verfolgen.
Ich konnte von jeder einzelnen Person, die wir miteinander betrachteten etwas lernen und wurde mir erneut bewusst, dass eine völlige Hingabe zu Gott essentiell ist, um richtig führen zu können.
Mit der Frage, ob ich mit meinem Einsatz Gott die Ehre geben möchte oder einfach selbst gut da stehen will, konnte ich zudem mich und meine Einstellung bewusst hinterfragen.
Eine leitende Funktion zu haben ist eine Herausforderung. Ich bin Reinhard dankbar, dass er das nicht mit Worten wie: „Ach, ihr müsst doch nur ein paar Jugendstunden organisieren.“, abgestritten hat, sondern Möglichkeiten aufgezeigt hat, wie wir lernen können, richtig zu führen. Und dass es in Ordnung ist, mir die Frage zu stellen, ob ich überhaupt geeignet bin, andere (an) zuleiten. Eine fundierte Ausbildung bedeutet, mich selbst und andere besser kennen und Prozesse verstehen zu lernen. Sie hilft mir sehr, mich mit meiner Jugendgruppe von dem „Beschäftigungsgedanken“ weg zu drehen und dafür auf eine Vision mit klaren Zielen hin zu bewegen.
Neben diesen inhaltlichen Highlights möchte ich zum Einen die (natürlich) KÖSTLICHE kulinarische Verpflegung von Waltraud Schwab erwähnen und zum Anderen mich bei Philipp Grau für die Leitung des täglichen United Prayers bedanken. Die Augenblicke, in denen wir gemeinsam und füreinander gebetet haben, waren sehr wertvoll und bereichernd für jeden einzelnen, der daran teilnahm!
Ich bin Gott für dieses gesegnete Wochenende sehr dankbar!
Carina Brugger