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Viele von euch haben es sicher schon erraten: ein gemeinsames Wochenende unter dem Titel „Leiter Intensiv Training (LIT)“ in Klagenfurt. Damit wäre die erste Abkürzung erklärt.
Unter der Leitung von Carmen, Lisa, Thomas und Freddy tauchte die Klagenfurter Jugend (mit Gästen) in die Tiefen des menschlichen Verhaltens ein, dargestellt am sogenannten DISG-Profil. Dieses Profil teilt menschliche Verhaltensmuster in vier grundlegende Dimensionen ein: Direktiv (D), Initiativ (I), Stetig (S) und Gewissenhaft (G), womit die zweite Abkürzung erklärt ist. Wie ein Seil, das aus vielen Fäden geflochten oder gedreht ist, setzt sich unser Verhalten aus diesen vier Typen zusammen. Kein Mensch zeigt immer nur eine einzige davon, die Mischung macht‘s und alle braucht‘s!
Die kurz und prägnant gehaltene Theorie wurde sehr praktisch mit Hilfe von verschiedenen gruppendynamischen Spielen oder Gruppenarbeiten veranschaulicht und reflektiert. Auch wenn mancher durch den Verkauf von Rohöl oder den Bau eines LEGO-Flugzeuges (zwei der Spiele) an seine Grenzen gebracht worden ist – wer wollte, konnte an diesem Wochenende viel Neues vor allem an sich, aber auch an den anderen Teilnehmern der Gruppe entdecken, Neues von sich preisgeben oder eigene „blinde Flecken“ seiner Persönlichkeit gezeigt bekommen (Bekanntes und Unbekanntes einer Persönlichkeit sind im so genannten Johari-Fenster grafisch dargestellt).
Wozu? Wer sich selbst, wer andere und seinen Handlungsrahmen besser kennt, kann sich erfolgreicher an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen und eher seine Ziele erreichen, sowohl als einzelne Persönlichkeit in den verschiedenen Lebens-Umfeldern, als auch als (Jugend-)Gruppe, die gemeinsam Herausforderungen meistern will.
Nicht nur WUPs (worm up-Spiele) oder CDs (cool down-Spiele) lockerten die schnell vergehende Zeit auf, auch ein Spaziergang im größten Klagenfurter Park und das ausgezeichnete Essen gaben Abwechslung und neue Kraft – mmmh! Danke euch Petschnigs und Kullnigs!
Jetzt, wo wir ein Stück mehr wissen, wie wir „ticken“, freuen wir uns schon auf die Fortsetzung in ein paar Wochen, wenn es wieder heißt: LIT-Wochenende Nr. 2 in Klagenfurt.
Roland Schiegl