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20.08.2012

Umzug und Aussortieren

Es ist Mitte August ...

 

... und das Wetter ist sommerlich heiß. Die meisten scheinen in Urlaub zu sein. Ich schwitze und schniefe seit einigen Tagen, da ich meinen Umzug vorbereiten muss. Und das ist echt eine Schufterei.

Das habe ich nun davon, dass wir 14 Jahre lang alles Mögliche angehäuft haben. Es gab ja immer genug Möglichkeiten, alles irgendwo unterzustellen. Nun folgt die erbarmungslose Rache. Aber es hat auch etwas sehr Befreiendes. Zum einen müssen unsere drei erwachsenen Kinder ihre persönlichen Dinge selbst aussortieren und dann mit an ihren Wohnort nehmen. Und meine Frau und ich können uns von vielem lösen, was wir über so lange Zeit angehäuft haben. Ja, wir können uns davon lösen!!!

Das ist manchmal gar nicht so leicht. Da sind die vielen Bücher, die doch Geld gekostet haben und ich könnte doch irgendwann einmal, in einer bestimmten Situation und wenn dann das Thema plötzlich dran ist… nein, weg damit! Ich habe es mehr als 10 Jahre nicht gebraucht, dann brauche ich es in den nächsten 10 Jahren nicht. Aber dann diese Schrauben und Ersatzteile – die brauche ich bestimmt… NICHT mehr in den nächsten 10 Jahren! Und plötzlich wird es so befreiend. Immer schneller und leichter fliegen so viele Dinge aus dem Kellersortiment. Und der Müllberg wächst zusehends. Nun muss ich doch glatt noch einen Anhänger besorgen, damit der Berg von ca. 6-7m² Altlasten entsorgt werden kann. Und ich wünsche mir, dass ich gar nicht mehr so viel anhäufen werde – hoffentlich.

Das erinnert mich an unseren Gott. Manchmal häuft sich so viel Sündenmüll in unserem Leben an. Manche Gewohnheit, die wir irgendwo im Keller unserer Seele gelagert haben. Und dann kommt der Tag, wo wir erkennen, dass wir wieder einmal aufräumen sollten.

Dann entdecken wir, was da so lagert und wir zögern, ob wir uns davon trennen sollen. Und dann hilft nur ein entschlossenes WEG DAMIT. Es hat so lange in meinem Leben gelagert, aber ICH BRAUCHE ES NICHT. Es behindert mich nur. Wenn ich mein Leben weiterleben will, wenn ich in einen neue Richtung ziehen will, dann ist das nur Balast.

König Josia wußte, dass nur die Trennung vom Balast Sünde der einzige Weg ist, weiterhin mit Gott zu leben: „Und Josia entfernte alle Gräuel aus allen Ländern, die den Söhnen Israel gehörten. Und er hielt alle dazu an, die sich in Israel befanden, dem HERRN, ihrem Gott, zu dienen. Alle seine Tage wichen sie nicht von der Nachfolge des HERRN, des Gottes ihrer Väter, ab.“ (2. Chr. 34,33).

Vielleicht bist du besorgt über manches, was du im Keller deines Leben findest, dann möchte ich dir das Wort des Petrus zurufen, welches ich mir selbst auch immer wieder sagen muss: „Alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch.“ (1. Pet. 5,7)

Egal, welche Sünde du in deinem Keller findest: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ (1. Joh 1,9)

Ach wie gut kann es doch sein, wenn ich meinen Keller ausmisten kann.

Euer Martin