
Am 25. April war es endlich so weit: Unsere gemeinsame Bergwanderung zur Ahornalmhütte beim Käseberg begann. Schon beim Treffpunkt lag eine freudige Erwartung in der Luft. Zwei Gruppen machten sich zu unterschiedlichen Zeiten auf den Weg – die erste um 15 Uhr, die zweite um 17 Uhr. Der Aufstieg dauerte etwa zweieinhalb Stunden, inklusive kleiner Pausen, in denen man die Natur auf sich wirken lassen konnte.
Bereits beim Losgehen spürte man das Motto unserer Reise:
„Alle eure Sorgen werft auf Ihn, denn Er sorgt für euch.“
Diese Zusage begleitete uns wie ein stiller Begleiter und schuf eine Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit – trotz des kühlen Wetters und der leichten Regenschauer.
Oben angekommen, wurden wir mit einer liebevoll renovierten Almhütte empfangen, die sofort Wärme und Heimat ausstrahlte. Die Schlafplätze waren gemütlich vorbereitet, an Kissen und Decken hat es uns an nichts gefehlt. Nach und nach trafen alle Teilnehmenden ein, und wir durften einen stimmungsvollen Abend erleben: mit herzlicher Gemeinschaft, fröhlichem Gesang und köstlicher Verpflegung. Die beiden Holzöfen in Küche und Esszimmer sorgten für behagliche Wärme.
Ein besonderer Moment des Abends war die Gute-Nacht-Andacht, die Christian Reimer mit uns teilte. Seine Worte ließen uns zur Ruhe kommen und bereiteten unsere Herzen auf den nächsten Tag vor – voller Vorfreude auf neue Wege und neue Erfahrungen.
Am Samstag, den 26. April, begann der Tag erneut mit einer kurzen, aber stärkenden Andacht, bevor wir den Aufstieg zum Kasberg in Angriff nahmen. Der Nebel begleitete uns ein Stück des Weges, doch der Regen hatte sich verzogen. So konnten wir den Weg trocken genießen – in Stille, im Gebet oder im Gespräch. Trotz der eingeschränkten Sicht war die Natur um uns herum beeindruckend schön.
Die Aktivitäten von Dieter und Christian zeugten von großer Kreativität und tiefer geistlicher Verbundenheit. Sie haben uns zum Nachdenken gebracht, zum Staunen, und auch zum Lachen – und uns dabei einander nähergebracht. Die Gruppe harmonierte wunderbar: Es wurde viel gelacht, gespielt und miteinander geteilt. Besonders am Abend, bei Karten- und Gesellschaftsspielen, war die Gemeinschaft spürbar lebendig und herzlich.
Ein persönliches Highlight war für mich das Lagerfeuer unter freiem Himmel. Diesmal ohne Nebel – mit einer klaren, traumhaften Aussicht, die den Moment unvergesslich machte. Wir sangen, redeten, staunten – und Gott war mitten unter uns.
Am Abreisetag schließlich beschenkte uns der Himmel noch einmal mit einem strahlenden Sonnenaufgang. Die Berge präsentierten sich in ihrer vollen Schönheit, und die Sonne schien uns direkt ins Herz.
Für mich war dieser Ausflug einer der schönsten des Jahres. Die tiefgehenden Gespräche, die Weite der Landschaft, das gemeinsame Singen, Spielen und Lachen – all das hat mich berührt und meine Sorgen wie von selbst mitgetragen. Ich durfte Gottes Nähe auf besondere Weise erleben, durch die Natur, durch die Menschen, durch die Zeit, die wir miteinander teilen durften.