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Da mein Bruder auch schon in Salzburg dabei war und mir erzählte, wie bereichernd er die Zeit gefunden hat, war sonnenklar: „Wenn IMPACT nach Klagenfurt kommt, dann bin ich sicher dabei!“
Am 16. August war es dann so weit. Matratzen waren organisiert, eine Dusche improvisiert und viele nette Menschen fanden sich in der Gemeinde Klagenfurt ein, mit dabei auch die Sprecher Eraina und Keiran McKenzie aus Birmingham. Ich war gespannt und erwartungsvoll.
Was bedeutet eigentlich IMPACT und was soll damit bezweckt werden?
"Inspiring Members to Proclaim the Advent of Christ Together" ist die ausgeschriebene Form dieser Abkürzung. Dahinter versteckt sich Ausbildung und geistliches Wachstum, Mut zum Dienst und Freude am gemeinsamen Hinweisen auf Jesu baldige Wiederkunft.
Dieses Jahr war das Thema: „ER hört uns!“ und dies konnten wir beim täglichen United Prayer ausprobieren. Gemeinsam trafen wir uns am Morgen um unsere Pläne und auch unsere persönlichen Sorgen und Danksagungen vor den zu bringen, „Der uns hört“. Denn wir hatten große Pläne, wir wollten gemeinsam der „Stadt Klagenfurt etwas Gutes tun!“ Dies wollten wir durch eine Gesundheitsexpo für Erwachsene und für Kinder, durch einen Büchertisch in der Innenstadt, Singen im Altersheim oder an öffentlichen Plätzen, einen Vortrag und einer Gartenaktion bei einer Frau im Rollstuhl erreichen.
Damit wir geistlich und als Gruppe diese Herausforderungen meistern konnten, wurden verschiedene Workshops angeboten. Viele nette Sprecher und Fachleute erklärten sich bereit, uns in den Bereichen Gebet, Gesprächsführung, Partnerschaft, graphische Darstellung von biblischen Wahrheiten, Organisation von Kleingruppen in der Gemeinde und wie wir Freunde geistlich beraten und helfen können, vorzubereiten.
Das absolute Highlight waren die Andachten und das Bibelstudium in kleinen Gruppen zum Thema Gebet. Keiran und Eraina wechselten sich ab und machten uns mit einem Gott bekannt, der uns über unsere Vorstellungskraft hinaus liebt und aufgrund dieser Liebe werden wir auch fähig unseren Mitmenschen Gutes zu tun. Eraina wies uns darauf hin, dass wir jederzeit und immer mit Jesus über die angenehmen und die schwierigen Inhalte unseres Lebens reden können. Eines ihrer Schlagworte war: “Pain doesn’t mean God doesn’t love you, it makes you pray more earnestly!”. Interessant war für mich der Gedanke, dass Gott seine Kreativität in der Schöpfung sichtbar macht und in uns legt. Das Staunen über sein Wesen wird nie ein Ende nehmen und so werden wir auch in der Ewigkeit nicht fertig werden ihn vollständig kennenzulernen. So besteht keine Gefahr, dass uns auf der neuen Erde langweilig würde. Keiran ermutigte uns, dass wir uns nicht vergleichen sollen und können, da „Erlösung eine Reise“ ist, und jeder auf unterschiedlichem Weg mit unterschiedlichem Tempo zum gemeinsamen Ziel unterwegs ist. Trotzdem möchte Gott mit uns zusammenarbeiten und fordert uns auf, Gemeinde zu leben, wie Paulus in 1. Kor. 10,1-4 beschreibt. Beide wiesen uns darauf hin, dass wir Sünde nie alleine bezwingen können, sondern wir uns auf das Opfer, das Jesus für uns am Kreuz vollbracht hat, berufen können. Am Sabbat war das Thema für uns und die ganze Gemeinde „die Waffenrüstung Gottes“. Eraina erinnerte uns, dass wir alle Soldaten für Jesus sind und wir deshalb auch jederzeit bereit sein sollten für ihn einzutreten. Die Freude, die Eraina und Keiran beim Gedanken an das Gericht am Ende der Zeit erfüllt, sprang auf uns über und wir dürfen uns freuen, Gott zu begegnen, denn ER meint es gut mit uns.
Neben diesen ganzen Aktivitäten blieb noch Zeit um Freundschaften zu knüpfen, in den Kärntner Seen zu schwimmen und die Natur zu genießen.
Für mich war es ein besonderes Erlebnis mit der Gruppe im Altersheim zu singen. Obwohl ich schon öfter bei solchen Aktionen zu Weihnachten dabei war, erlebte ich diesen Besuch mit dem IMPACT-Team besonders. Es war nicht nur, dass eine Frau, die wir besuchten, Geburtstag hatte und sie sich offensichtlich sehr gefreut hat. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, dass jeder Bewohner einen Gesprächspartner finden soll. Erst war das für mich komisch, doch da wir in der Gruppe unterwegs waren, fasste ich schneller Mut. Am Ende konnte jeder von uns feststellen, dass wir ebenso bereichert wurden, wie die Bewohner des Heimes, denn nicht nur wir wollten ihnen etwas Gutes tun- die Freude, die wir schenkten, kehrte ins eigene Herz zurück.
Genau dieses Gestärktsein durch die Gruppe erlebte ich immer wieder und das Schöne ist, dass wir trotzdem immer Aktivitäten aussuchen konnten, die unserer Persönlichkeit und unseren Fähigkeiten entsprachen. Wir konnten uns selbst ausprobieren und feststellen, wo Gott uns gebrauchen kann.
Annika Petschnig lebt in Klagenfurt und ist zur Zeit im Musikgymnasium in der Maturaklasse. Sie liebt Musik, die Natur und Kinder.
Autor: Annika Petschnig